
Sommerhitze trifft Städte, Felder und Wälder unterschiedlich stark – doch wie heiß wird es wirklich am Boden?
Um diese Frage für Hessen wissenschaftlich fundiert zu beantworten, wurden im Auftrag des Fachzentrums Klimawandel und Anpassung des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (FZK/HLNUG) thermale Satellitenkomposite erstellt, die die maximalen Oberflächentemperaturen für das gesamte Bundesland abbilden.
Für den Zeitraum 2019 bis 2024 entstand jeweils ein Jahreskomposit mit einer räumlichen Auflösung von 100 m × 100 m, basierend auf Daten der Satelliten Landsat 8 und 9. Berücksichtigt wurden dabei ausschließlich Sommermonate (Juni–August), um die thermischen Spitzenbedingungen abzubilden. Insgesamt flossen über 200 Landsat-Aufnahmen in die Erzeugung der finalen Produkte ein.
Die Prozessierung umfasste das Resampling der Landsat-Rohdaten, die Berechnung von Helligkeitstemperaturen und Landoberflächentemperaturen unter Berücksichtigung der Emissivität, die Maskierung von Wolken und ungültigen Pixeln sowie die Erzeugung eines maximalen LST-Komposits in einheitlicher Projektion.
Die entstandenen Hitzekarten liefern somit eine konsistente, flächendeckende Datengrundlage für das HLNUG und unterstützen Maßnahmen zur Klimaanpassung und Stadtplanung in Hessen.